Ausgleichsfläche zur A26: Umsetzung vergessen?

Mit einer Anfrage zum Monitoring im Bullenbruch machte Verena Wein-Wilke, Co-Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, im Kreistag auf den Missstand einer Autobahn-Ausgleichsfläche aufmerksam. „Die Ausgleichsfläche wurde zwar angelegt, aber den gesetzlichen Umsetzungsauftrag hat es scheinbar anschließend nicht mehr gegeben“, fragt sich Verena Wein-Wilke. So scheint es auch zu sein.


Im Zuge des A26-Baus hat die LandesStraßenVerkehrsBehörde die renaturierte Fläche angelegt, aber das Land Niedersachsen hat die Fläche nach dem letzten Monitoring 2016 sich selbst überlassen, ohne den Entwicklungsvorschlägen zu folgen.  Die Landkreisverwaltung bestätigte, dass hier dem „gesetzlichen Auftrag“ nicht nachgekommen wurde. „Unsere Annahme bestätigt sich“, so Verena Wein-Wilke, „dass Bund und Land und oft auch die Stadt Hamburg gerne auf Flächen im Landkreis Stade zurückgreifen, sie aber dann aus dem Augen verlieren“. Für die Grüne Kreistagsfraktion ist klar: Mit jeder Ausgleichsfläche müsse auch der dauerhafte Schutz und Erhalt gesichert werden. Hinzu käme, dass die großen Player mit viel Geld die Flächen abgreifen, die der Landkreis – oder auch die Landwirtschaft –  selbst als Ausgleich gut bräuchten. „Wir wünschen uns mehr Absprache und Kooperation“, so die Horneburgerin. „Nach Aussage der Kreisverwaltung liegt nicht mal eine Eigentumsübersicht der Flächen der Landes- und Bundesverwaltungen vor“, kritisieren die Grünen.

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